Erfolgreiche Saison beim 1. VfL Potsdam                                          24.04.2018


Keno Jacobs mit Schwester Sarah, die beim FFC Magdeburg Fußball spielt

Im August 2017 war der Werdumer Keno Jacobs vom ThSV Eisenach zum 1. VfL Potsdam gewechselt. Die sportliche Perspektive war für den ehrgeizigen Jugendhandballer in Thüringen nicht mehr gegeben.
Keno im Gespräch: „Der Wechsel zu den so genannten Jungadlern, der Verein trägt den Adler im Logo,
  war für die sportliche Entwicklung die richtige Entscheidung. Die Veränderung war eine große Umstellung im Alltag, da auch am Vormittag Trainingseinheiten zu absolvieren sind, doch Schule und Verein arbeiten eng zusammen“. Nach  der Umstellung habe er sich im Internat und der Schule sehr schnell eingewöhnt.

Der Tagesablauf gestaltet sich wie folgt: 7.30 Uhr Schulbeginn, Vormittagstraining jeweils von Montag bis Freitag, Schulende 14.05/15.50 Uhr, Nachmittagstraining am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Am Wochenende steht entweder
  ein Spiel an oder es ist frei.

Die Punktspielsaison startete für die Potsdamer am 17. September letzten Jahres gegen die SpVg. Blau-Weiß 1890 Berlin. Das Saisonziel lautete: 2. Platz hinter den spielstarken Füchsen Berlin Reinickendorf. Dann würde man die Chance haben, über ein Qualifikationsspiel an der Deutschen Jugendmeisterschaft teilzunehmen.

Das Ziel konnten die B-Jugendlichen des 1. VfL Potsdam erreichen. Nachdem sie am 15. März die Reinickendorfer Füchse mit 20:13 geschlagen hatten, belegten sie in der Endabrechnung den angestrebten 2. Tabellenplatz
  505:349 Tore/Punkte 31:5) hinter den Füchsen (550:326 Tore/32.:4 Punkte) und vor dem Lausitzer HC Cottbus (503:365 Tore/29:7 Punkte). Während der Meister direkt für das Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft qualifiziert war, mussten die Potsdamer in der Qualifikation am 8. April beim renommierten THW Kiel angetreten. Dort konnten sie sich leider nicht durchsetzen und unterlagen mit 21:29 Toren. Der Traum, bei den Meisterschaften mitzuspielen, war damit leider ausgeträumt.

Dieses Ziel wird für das kommende Spieljahr jedoch erneut angestrebt, vielleicht klappt es im zweiten Jahr in Potsdam mit der Meisterschaft und der direkten Teilnahme. Laut Keno hält „seine“ Mannschaft, in der er sich nach einer kleinen Anlaufphase gut integriert hat, gut zusammen. Dabei ist die Nr. 13, Ole Maschner, sein bester Freund.
Neben der sportlichen Entwicklung hat Keno seine schulischen Leistungen durch die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Sport deutlich verbessert, da meher Rücksicht auf Sportler genommen wird. In diesem Jahr steht die MSA-Prüfung an (mittlerer Schulabschluss). Ein durchaus positives Zeugnis stellt Trainer Alexander Haase seinem Schützling aus: „Keno ist in der Sportschule Potsdam und beim 1. VfL Potsdam sowohl sportlich als auch menschlich voll integiert. Auf sportlicher Seite hat er sich im athletischen Bereich enorm verbessert und auch technisch (vor allem Pass- und 1- gegen 1-Verhalten) ist er in großen Schritten vorangekommen“. Entwicklungspotiental sieht der Trainer im taktischen Bereich. „Dennoch hat Keno völlig zurecht eine Einladung zum DHB Stützpunkt Berlin-Potsdam erhalten und nimmt nun montags mit den Talenten der hiesigen Region am Stützpunkttraining teil“, so Trainer Alexander Haase weiter und abschließend „Generell ist Keno ein aufgeweckter und stets freundlicher Junge, der durchaus weiß, was er will“. Man darf sicherlich gespannt sein, wie die sportliche Laufbahn des Werdumers in Zukunft weiter verläuft.