Mühlenbesichtigung mit Werdumer Müllerdiplom                        17.08.2017


Müller Jürgen Post erklärt die Funktionaltät des Werdumer Erdholländers

An der Mühle ist über die Woche jeden Tag eine Menge los. Im Backhuus werden täglich Holzbackofenträume wahr, in der Schmiede klingt der Amboss und regelmäßig dreht sich auch die Mühle. Immer montags und mittwochs lädt Müller Jürgen Post zur Mühlenbesichtigungen mit abschließendem Müller-Diplom ein. Viele Interressierte sind regelmäßig dabei. Der 1748 errichtete Erdholländer wurde 2002 restauriert und steht bei der Führung und Präsentation im Mittelpunkt. Jürgen Post erklärt und demonstriert zuerst die vorbereitenden Arbeiten für einen Mahlgang. So ist die Mühle in den Wind zu drehen, je nach Windstärke sind unterschiedliche Segel zu setzen und abschließend wird sie "gehen gelassen". Die Besucher interessiert vor allem wie schwer so ein Mühlstein ist, wie das Mahlwerk funktioniert und mit wieviel Mitarbeiter früher der Betrieb ablief. Jürgen Post beantwortet diese Fragen alle in seiner ruhigen Art und lässt sich bei den notwendigen Handgriffen dann auch immer tatkräftig unterstützen, schließlich müssen sich alle Teilnehmer auch ihr "Müller-Diplom" verdienen. Dann geht`s in die Mühle und auch hier werden die einzelnen Arbeitsgänge erklärt. Der geneigte Zuhörrer stellt schnell fest, dass auch früher die Menschen nicht doof waren und sich die Arbeit schon so gut es ging erleichtert haben.  An Hand der sich im Mühlemuseum befindlichen Geräte wird das deutlich. Dann wird in der voll funktionsfähigen Mühle der Mahlvorgang vorbereitet und nach einer eingehenden Erklärung des Arbeitsablaufs wird dann sogar gemeinsam des Getreide gemahlen. Der Weg vom Korn zum Mehl ist für die Gäste immer sehr interessant und wird sehr anschaulich präsentiert. Nach der gut einstündigen Führung erhalten dann die Teilnehmer,  wenn sie sich aktiv beteiligt haben, das Werdumer Müller-Diplom .


Müller Jürgen Post in luftiger Höhe - die Segel werden gesetzt.
Das ist bei geringen Windstärken notwendig, wenn der Wind richtig weht wird das Segel  nicht benötigt


Zuerst ein Blick zur Kirche um die Windrichtung zu erkennen und dann wird die Mühle in den Wind gedreht
 
Jürgen Post legt die Ketten am nächsten Pfosten an


Der geschickte Müller lässt sich bei der Arbeit vomn großen und kleinen Helfern unterstützen


Die Segel werden in luftiger Höhe am Flügel befestigt


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"Was wiegt so ein Mahlstein? ist einer der vielen Fragen, die Jürgen Post gerne beantwortet


So wurden früher die Getreidesäcke nach oben transportiert 


Das Herzstück der Mühle - die Mahlwerke


Mit diesem Mahlwerk, der "Waschmaschiene", wird Gerste gemahlen


Jürgen Post erklärt die Arbeitsgänge und die Funktionen der einzelnen Geräte


unten in der Mühle


und oben wird der Roggen in die Mühle gekippt